Die Elektromobilität ist auf der Überholspur – und mit ihr wächst der Bedarf an leistungsstarken DC-Schnellladestationen. Doch wer eine Schnellladestation kaufen möchte, sollte einige entscheidende Punkte beachten. Denn nicht jede Ladelösung passt zu jedem Anwendungsfall. In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf du achten solltest – von der richtigen Leistung über das Backend bis hin zur eichrechtskonformen Abrechnung.

1. Kommerzielle oder nicht öffentliche Nutzung?
Der erste wichtige Schritt bei der Auswahl einer DC-Ladestation: Bestimmen, wie sie genutzt wird.
- Nicht öffentlich (z. B. auf dem Firmengelände, in Werkstätten oder Depots):
- Keine Pflicht zur eichrechtskonformen Abrechnung
- Zugang über RFID-Karten möglich
- Interne Ladevorgänge können trotzdem dokumentiert und ausgewertet werden
- Öffentliche Nutzung (z. B. für Kunden, Gäste oder öffentlich zugängliche Parkplätze):
- Ab 50 kW Ladeleistung ist ein Bezahlterminal Pflicht (siehe AFIR-Verordnung)
- Eichrechtskonformität nach MessEV ist erforderlich
- Abrechnung per Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay oder Roaming
Unser Tipp: Prüfe frühzeitig, ob deine Schnellladestation öffentlich oder intern genutzt wird – das hat Einfluss auf Ausstattung, Preis und Pflichten.
2. Modularer Aufbau: Powerstacks statt Totalausfall
Ein zentraler Punkt beim Kauf einer DC-Schnellladestation ist der modulare Aufbau. Statt einem einzigen Trafo bestehen moderne Systeme – wie unser DC Supercharger – aus mehreren unabhängigen Powerstacks (z. B. 30 kW oder 50 kW Module).
Vorteile:
- Weiterbetrieb bei Ausfall einzelner Module
- Wartung ohne Stillstand
- Schneller, kostengünstiger Austausch einzelner Komponenten
- Spätere Leistungserweiterung möglich
So bleibt dein Ladepunkt jederzeit verfügbar – und das Risiko teurer Ausfälle sinkt drastisch.
3. OCPP Backend: Ohne geht es nicht
Eine moderne DC-Schnellladesäule sollte zwingend OCPP-fähig sein. Das bedeutet: Die Ladestation lässt sich über ein Backend steuern, überwachen und abrechnen. Besonders für Unternehmen mit mehreren Ladepunkten ist das unverzichtbar.
Mit einem Backend wie Ladecloud.io erhältst du:
- Übersicht über alle Ladepunkte (inkl. Ladezeiten & Verbräuche)
- Verwaltung von RFID-Nutzern und Tarifen
- Transparente Auswertung pro Fahrzeug, Nutzer oder Abteilung
- Export als PDF, Excel oder CSV
- Optional: Roaming, Direct Payment, Kundenportal
Wichtig: Nicht jedes Backend passt zu jeder Hardware – achte auf eine saubere OCPP-Integration.
4. Komplettlösung statt Flickenteppich
Wenn du eine Schnellladestation kaufen möchtest, achte auf ein abgestimmtes Komplettset aus Hardware und Software. Das vermeidet Kompatibilitätsprobleme und spart Zeit und Geld bei der Einrichtung.
Unser Supercharger + Ladecloud.io Backend bieten dir:
- Direkt einsatzbereite Lösung
- Aufeinander abgestimmte Komponenten
- Zentrale Ansprechpartner für Service und Support
5. Installation und Inbetriebnahme
Die Installation einer DC-Ladestation ist komplexer als bei AC-Wallboxen – besonders bei Ladeleistungen über 150 kW. Je nach Ausbaustufe benötigst du:
- der Leistung entsprechende Zuleitungskabel (z. B. H07RN-F)
- Trafostation bei höheren Leistungen
- Konfiguration der Datenanbindung (z. B. LTE, Ethernet)
- OCPP-Verbindung zum Backend
- Lastmanagement Einstellungen oder individuelle Lösungen
- Einweisung deines Personals
Unser Service: Wir bieten sowohl Begleitung bei Eigeninstallation als auch vollständige schlüsselfertige Umsetzung – inklusive Backend, Trafostation, Lastmanagement (individuell) und Bezahlterminal. Nutze jetzt unseren Konfigurator zur individuellen Anfrage.
Fazit: Schnellladestation kaufen – gut geplant ist halb geladen
Ob für den eigenen Unternehmensstandort, einen Einzelhandelsparkplatz oder den öffentlichen Raum: Wer eine DC-Schnellladestation kaufen will, sollte auf Modularität, Backend-Anbindung und rechtliche Anforderungen achten. Mit einer durchdachten Komplettlösung sparst du dir Stress – und sorgst für zufriedene Nutzer.
FAQ: Schnellladestation kaufen – häufige Fragen
Wie viel kostet eine Schnellladestation?
Je nach Leistung, Ausstattung und Installationsaufwand bewegen sich die Preise zwischen 20.000 € (60 kW) und über 60.000 € (400 kW). Hinzu kommen ggf. Trafostation, Backend, Montage und Bezahlterminal.
Was kostet eine 150 kW Ladesäule?
Eine hochwertige 150 kW DC-Schnellladesäule mit Backend und Eichrechtskonformität kostet etwa 30.000–40.000 € netto – je nach Ausstattung.
Warum sind Schnellladestationen so teuer?
Der Preis ergibt sich aus den hochwertigen Komponenten (insb. Leistungselektronik), der Sicherheitsanforderungen, der Kommunikationsschnittstellen (OCPP) und der vorgeschriebenen Eichrechtskonformität.
Kann jedes Auto an einer Schnellladestation laden?
Grundsätzlich ja – wenn das Fahrzeug über einen CCS, CHAdeMO oder ähnlichen Anschluss verfügt. Die Ladeleistung richtet sich jedoch nach dem Bordlader/Batteriemanagement des Fahrzeugs.
Was bedeutet eichrechtskonform?
Eichrechtskonform bedeutet, dass die geladene Energiemenge korrekt gemessen, gespeichert und transparent abgerechnet wird – gemäß dem deutschen Mess- und Eichgesetz (MessEV). Das ist Pflicht für öffentliche Ladepunkte.
Ab wann brauche ich ein Bezahlterminal?
Laut AFIR-Verordnung ist bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten mit mehr als 50 kW Ladeleistung ein direktes Bezahlterminal (z. B. Kartenzahlung) verpflichtend.
Welche Ladeleistung ist für mein Unternehmen sinnvoll?
Das hängt vom Anwendungsfall ab:
60–180 kW: ideal für Mitarbeitende, kleinere Flotten, Kundenparkplätze
240–300 kW: für Logistik, Werkstätten oder Autohäuser
400 kW: für maximale Geschwindigkeit bei E-LKW, Ladehubs oder Schnellladeparks

